Törlstein - versinken im Schnee
- hartmutdoerschlag
- 24. Feb. 2024
- 2 Min. Lesezeit
24.02.2024
mit Tobi ...
Gestern hat's zuerst ordentlich geregnet, dann ordentlich geschneit. In der Früh liegen dann ca. 15 cm schwerer und nasser Schnee im Garten. Könnte also durchaus sein, dass oben mehr liegt.
Mit Tobi gehts mit dem Bus rein Richtung Großarl bis zur Auschule. Wow! 50 cm lockerer Neuschnee - und eine Spur gibt's auch schon rauf (was sehr selten ist, da ja alle mit dem Auto zum Breitenebenparkplatz rauf fahren). Bald traumhaftes Wetter, lockerer Pulver ... was will man mehr. Bei der Breitenebenalm stock uns mal kurz der Atem: vor uns eine Gruppe mit 15 (!) Tourengehern. Der Schnee ist in der Zwischenzeit auf 70 bis 80 cm angewachsen. Als wir die Gruppe von hinten auflaufen, macht keiner Anstalten, wenigstens stehen zu bleiben, geschweige denn, einen Schritt zur Seite zu machen, damit wir vorbei können. Traurige Entwicklung unter den "Tourengehern". Mühsam mit Puls am Anschlag kämpfe ich mich im Schnee, der weit über das Knie reicht, an den 15 Personen vorbei. Es ist zum Weinen, spiegelt aber wohl sehr gut die Entwicklung der Gesellschaft wider: I bin i und du bist ma wurscht. Na ja. 20 Minuten später laufen wir auf 4 Tourengeher auf. Sie steigen sofort aus der Spur. Kurzer Smalltalk mit einem freundlichen Danke. So soll es sein.
Bald stellen wir fest, dass die Spur nicht Penkkopf rauf führt, sondern rein zur Großwildalm. Sollen wir Penkkopf rauf eine neue Spur anlegen oder der bestehenden Spur folgen? Hmm, die Aussicht, im fast 1m tiefen lockeren Pulver eine neue Spur anzulegen, ist nicht so berauschend. Und so gehen wir in der bestehenden Spur weiter und stehen dann schließlich bei sicherlich 40 km/h Wind am Törlstein - ca. 1000m südlich vom Penkkopf. Den Paragleiter nicht mit zu nehmen, hat sich demnach als gute Entscheidung raus gestellt.
Die Abfahrt runter nach Kleinarl ist dann eine spezielle Angelegenheit - eine recht geradlinige Angelegenheit. Bei fast 1m lockerem Neuschnee bräuchte man wohl einen 120iger oder 130iger Schi, um nicht grundlos zu versinken. Und da die anderen Tourengeher diesen offensichtlich auch nicht haben, wurden die Abfahrtsspuren vom Penkkopf und vom Törlstein heute eher platzsparend angelegt.

Direkt von der Auschule geht's bei ca 50cm Neuschnee weg - allerdings gefallen auf grüner Wiese


Das Spuren war heute sicherlich eine ordentlich kraftraubende Angelegenheit


Kurz nach der Großwildalm

Gründegg im Hintergrund

Am Gipfel die Spurer - und ein Schulkollege aus Hauptschulzeiten

A bissl mühsam das Runterfahren

heute dominieren eher die geradlinigen Spuren

der verzweifelte Versuch, doch so was wie eine schöne Wedelspur hin zu bekommen



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