"Schwarzbau VI" - Küh-Berg
- hartmutdoerschlag
- 1. Juli 2023
- 2 Min. Lesezeit
22.6.2023
mit Walter
Wieder eine DVT mit Walter - der wieder mal mit einem super Vorschlag anklopft. In der Gegend Grandlspitz hat Rudi Kühberger in einem Anfall von Bescheidenheit einen namenlosen Berg gekapert und diesen "Küh-Berg" genannt. Recht hat er, der Rudi. Mit seinen vielen schönen Erstbegehungen hat er sich wahrlich einen eigenen Berg verdient.
Mit Walter gehts in aller Früh rauf zu diesem Küh-Berg. Bei der Erichhütte ist es noch ruhig - kein Wunder, die Sonne ist erst am Aufgehen. Im Einstiegsbereich ein bissl Suchen, was klar ist, wenn von vor einer unbekannten Wand steht. Aber die Beschreibung ist bestens, sodass sich Walter gleich in die erste SL stürzt. Klar, denn die ist VI und eine der SL - da binde ich mich besser am hinteren Ende des Seils ein. In Wechselführe geht es die Tour rauf. Ein bissl splittrig, teilweise ein bissl zum Aufpassen. Die Tour ist aber super abgesichert, sodass wir flott rauf kommen.
Irgendwann nach dem 3. oder 4. Stand schauen wir uns tief in die Augen, da uns schlagartig bewusst wird, dass dieser splittrige Fels zwar schöne Griffe bietet aber auch unzählige Möglichkeiten für das Verhängen des Seils, wenn wir bald Abseilen und dann wohl oder übel auch das Seil abziehen müssen. Noch nie habe ich das Seil dermaßen mit Respekt und Liebe sortiert und vorsichtig runter geworfen, bevor wir dann abgeseilt sind. Und mit unvorstellbarer Behutsamkeit wird dann das Seil abgezogen. Jedesmal eine kleine Freudenträne, wenn wir beide Enden in den Händen halten. Bei der letzten SL verhedert es sich dann doch. Aber in problemlosem Gelände steige ich rasch hoch und wirf es runter. Alles gut gegangen ...

Man sieht schon: ein bissl splittrig

erste Seillänge VI


sehr steile Kletterei in griffigem Fels



ein mulmiges Gefühl: bleibt das Seil beim Abseilen hängen?

Abseilen letzte SL


traumhafte Blumenpracht



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