Saukarkopf - Karriedel - Gründegg
- hartmutdoerschlag
- 15. Feb. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Feb. 2024
15.02.204
mit Tobi ....
Wenn Tochter und Schwiegersohn von München kommen, muss man ihnen natürlich schon was bieten. Da die Tochter nicht ganz fit ist, bekommt der Schwiegersohn die ganze Aufmerksamkeit ...
Zuerst geht es mal im Matsch mit geschulterten Schiern den Güterweg rauf - wesentlich weiter geschultert, als ich vermutet hatte. Hilft nicht. Endlich Saukaralm. Tobi kennt den Klettersteig nicht. Ob das ein Vor- oder ein Nachteil ist, da bin ich mir nicht ganz im Klaren. Als wir beim Einstieg stehen wird ihm, so meine Vermutung, das erste Mal klar, dass da ein bisschen was auf ihn zukommt. Ich turne die ersten 50m rauf - da meine Kraft sehr limitiert ist, im eher flotten Tempo. Tobi, dessen Kraft grundsätzlich nicht so limitiert ist, kommt nach. Der laute Atem verrät ein bisschen, dass er ordentlich kämpft, die vereinzelten Kommentare bestätigen das durchaus. Endlich steht er neben mir. Etwas schweigsam ist er geworden. Die Unterarme sind, das sieht man durch das Leibchen durch, etwas aufgebläht Seine Schi sind ein bissl schwerer als meine, seine Schuhe auch. Und im überhängenden Klettersteig zählt wirklich jedes Gramm. Wir kämpfen uns rauf bis zum Gipfel. Kurze Pause. Jetzt kommt der Abschnitt, der mir im Vorfeld ein wenig Kopfzerbrechen bereitet hat - die Überschreitung rüber zum Karriedel. Im Sommer gehts ganz gut, auch wenn es ausgesetzt ist. Aber gehts auch im Winter? Es geht, recht gut sogar. So gut, dass der Pickel am Rucksack bleibt. Über kupiertes Gelände geht es weiter, bis wir endlich wieder die Schi anziehen. Auh weh. In kürzester Zeit stollen die Schi an. Eigentlich sollte ich wissen, dass ein Wachsen der Felle bei Sonne-Schatten-Wechsel unabdingbar ist. Es wird ein bisschen mühsam, wenn man ständig 10 bis 20cm Schnee an den Fellen hat. Kurze Pulverabfahrt. Es geht weiter. Endlich stehen wir am Gründegg. Wir sind beide ein bisschen fertig. Abfahrt über die NW-Flanke. Der erhoffte Pulver ist anfangs windgepressst, wird dann aber bald das, was ich mir erhofft hatte. Mit Kathrins Tobi habe ich mich da runter vor einem Jahr ziemlich verkoffert. Das sollte heute nicht mehr passieren. Die Kraft haben wir ganz einfach nicht mehr. Und so fellen wir nochmals auf und steigen vielleicht 100Hm auf, bis es final nach Kleinarl runter geht. 10 Minuten später sitzen wir im Bus.
Die Aufgabe des Schwiegervaters sehe ich - so lange ich kann - durchaus auch darin, mich zusammen mit den Schwiegersöhnen ein bisschen an die Grenzen zu bringen. Ich glaube, das ist heute ganz gut gelungen.

Zuerst mal tragen - eigentlich: zu lange tragen

kurz vor der Saukaralm

Noch ein paar Meter zum Einstieg: das Seil im Klettersteig ist gut zu sehen

eine durchaus kraftraubende Angelegenheit

wenn der Schnee lose am Fels liegt, heißt es aufpassen

Na ja, mit Reibung ist's bei den Schischuhen nicht weit her

Übergang zum Karriedel

So solls eigentlich nicht sein

kurze Abfahrt, bevor es in die lange Querung rüber zum Gründegg geht

Gründegg

Abfahrt über die NW-Flanke - leider recht verblasen

So soll's sein



Habe 2 Tobis als Schwiegersöhnen - und da wird abgewechselt 😎
Geht er da schon wieder mit dir? 😂