Penkkopf - wenn's nicht sein soll
- hartmutdoerschlag
- 6. Nov. 2023
- 2 Min. Lesezeit
06.11.2023
Das Aufstehen um 04.25 hat mich heute einiges gekostet - nicht nur, weil ich irgendwie noch immer nicht fit bin. In Kleinarl überlege ich schon, ob ich wieder heim fahren soll, weil im Talgrund Nebel liegt - und da ist ein Landen keine so gute Idee. Na ja, vielleicht gehts ja von Hirschleiten weg. Es geht, dort oben ist es frei, wolkenloser Himmel noch dazu. Was überrascht, es sind nur Stapfspuren rauf. Ist da am Wochenende noch keiner mit Schi gegangen? Erst weiter oben realisiere ich, dass unter den Stapfspuren eine Schispur ist. Dann brauche ich oberhalb der Hütte wenigstens nicht zu spuren. Weit gefehlt, der gute Schiourengeher hat leider bei der Hütte umgedreht. Und jetzt gehts ans Eingemachte. Immer wieder breche ich bis übers Knie ein. Bruchharsch, dann wieder Pulver. Es ist eine enorme Plagerei bis zum Gipfel. Ich bin froh, dass ich durch diesen grausigen Schnee nicht runter fahren muss. Endlich am Grat. Hoppala, der Wind passt da gar nicht. Er kommt von der Großarler Seite rüber. Mal sehen. Kurz vorm Gipfel dann die ersten Sonnenstrahlen. Hinter der Ennskraxn geht die Sonne auf. Ich gehe die letzten Meter zum Gipfel und schwanke zwischen Euphorie wegen der tollen Stimmung und Frust, weil ich hier wohl nicht starten kann. Na ja. Was folgt ist die Erkenntnis, dass ich trotz 53-jähirger Schi-Erfahrung ein grottenschlechter Schifahrer bin. Dass ich einerseits mit der superleichten Ausrüstung unterwegs bin aber andererseits den schweren Rucksack habe, reicht als Rechtfertigung nicht aus. Jedenfalls bin ich heilfroh, als ich die 690g-Latten beim Auto wieder abschnallen kann.

Ohne Stirnlampe geht nichts, wenn man bei Sonnenaufgang am Gipfel sein will

kurz unter der Kleinarler Hütte

es wird hell ..

Sonnenaufgang ein paar Meter vom Gipfel



Na ja - eher ein Runter-Murcksen als ein schönes Runterfahren



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